Du und Dein Hund im Winter

Du und Dein Hund im Winter

Vier Pfoten im Schnee: So kommt dein Hund gesund durch den Winter ❄️🐕

Der Winter ist da! Für viele Hunde bedeutet das pure Freude: Durch Pulverschnee toben, Schneebälle fangen und die Nase tief in die weiße Pracht stecken. Doch für uns Hundehalter bringt die kalte Jahreszeit auch besondere Herausforderungen mit sich. Kälte, Nässe, Streusalz und frühe Dunkelheit erfordern ein wenig extra Aufmerksamkeit.

Damit du und dein Vierbeiner den Winter unbeschwert genießen könnt, habe ich die wichtigsten Tipps für die kalte Saison zusammengestellt.


1. Die große Streitfrage: Mantel oder nicht?

Ist ein Hundemantel nur modischer Schnickschnack? Nein. Ob dein Hund Kleidung braucht, hängt nicht von deinem Modegeschmack ab, sondern von seiner Physis.

Ein Wintermantel ist absolut sinnvoll für:

  • Hunde ohne Unterwolle (z.B. Vizsla, Boxer, Dobermann).

  • Kleine Rassen, die nah am kalten Boden sind (z.B. Dackel, Chihuahua).

  • Alte oder kranke Hunde (z.B. mit Arthrose), bei denen Kälte die Schmerzen verschlimmern kann.

Tipp: Achte darauf, dass der Mantel den Bauch bedeckt (dort sitzen wichtige Organe) und die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Ein Hund, der zittert, friert definitiv und braucht Schutz!

2. Achtung, Streusalz! Die richtige Pfotenpflege

Streusalz und Splitt sind die größten Feinde der Hundepfote im Winter. Das Salz trocknet die Ballen aus, führt zu rissiger Haut und brennt höllisch in kleinen Wunden.

So schützt du die Pfoten:

  • Vor dem Spaziergang: Trage einen Pfotenbalsam (oder Vaseline/Hirschtalg) auf. Das bildet eine Schutzschicht.

  • Haare kürzen: Schneide das Fell zwischen den Zehen vorsichtig kurz. So können sich keine schmerzhaften Eisklumpen bilden.

  • Nach dem Spaziergang: Wasche die Pfoten unbedingt mit lauwarmem Wasser ab, um Salzreste zu entfernen, bevor der Hund sie ableckt (Salz ist ungesund für den Hundemagen!).

3. Sehen und gesehen werden

Im Winter sind die Tage kurz. Die Wahrscheinlichkeit, dass du im Dunkeln oder Dämmerlicht unterwegs bist, ist hoch.

Sicherheit geht vor:

  • Nutze ein Leuchthalsband oder ein LED-Licht am Geschirr.

  • Trage selbst reflektierende Kleidung.

  • Eine reflektierende Warnweste für den Hund ist bei freilaufenden Tieren in der Nähe von Straßen Gold wert.

4. Vorsicht vor "Schneegastritis"

Viele Hunde lieben es, Schnee zu fressen. Was harmlos aussieht, kann schnell zur sogenannten Schneegastritis führen – einer akuten Magenschleimhautentzündung.

Symptome sind oft Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Achte darauf, dass dein Hund keine großen Mengen Schnee frisst und wirf Schneebälle lieber so, dass er sie nicht komplett verschluckt. Wenn dein Hund extrem empfindlich ist, hilft oft nur striktes Verbieten oder ein Maulkorb traininghalber für kurze Zeit.

5. Drinnen ist es auch wichtig: Heizungsluft

Wenn es draußen kalt ist, drehen wir drinnen die Heizung auf. Das führt oft zu sehr trockener Luft.

  • Stelle sicher, dass dein Hund immer frisches Wasser zur Verfügung hat, da der Flüssigkeitsbedarf steigen kann.

  • Trockene Heizungsluft kann zu Schuppenbildung führen. Regelmäßiges Bürsten fördert die Durchblutung und hilft der Haut.


Fazit: Genießt die Zeit!

Der Winter muss keine stressige Zeit sein. Mit ein bisschen Vorbereitung – Pfotenbalsam, gute Sichtbarkeit und eventuell einem warmen Mäntelchen – steht den Abenteuern im Schnee nichts im Weg. Beobachte deinen Hund gut: Wenn er die Rute einzieht, zittert oder humpelt, ist es Zeit, ins Warme zu gehen.

Habt einen wunderbaren Winter! 🐾

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