Sicher mit den Hunden im Winter unterwegs

Sicher mit den Hunden im Winter unterwegs


Winter-Wunderland auf vier Pfoten: Sicher unterwegs im Hochwinter
Draußen glitzert der Schnee, die Luft ist kristallklar und alles ist in diese wunderbare weiße Stille getaucht. Für viele Hunde gibt es kaum etwas Schöneres, als durch Pulverschnee zu toben. Doch so herrlich Ausflüge im Hochwinter sind – sie stellen uns Hundehalter auch vor besondere Herausforderungen.
Damit euer Ausflug ins Winter-Wunderland für deinen Vierbeiner (und dich!) ein reines Vergnügen bleibt, haben wir bei Muss & Dogs die wichtigsten Tipps für Fahrten bei Eis und Kälte sowie den richtigen Umgang mit Schnee zusammengestellt.
1. Die Anreise: Autofahren im Hochwinter
Oft vergessen wir, dass die Kälte schon vor dem Spaziergang beginnt: nämlich im Auto. Gerade im Hochwinter, wenn die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt fallen, ist das Auto eine Kühlkammer.
 * Der "Kaltstart": Bis die Heizung im Kofferraum oder auf der Rückbank ankommt, dauert es oft lange. Lege die Hundebox oder den Sitzplatz im Auto schon vor der Abfahrt mit einer isolierenden Thermodecke oder einem Vetbed aus. Diese speichern die Körperwärme des Hundes sofort.
 * Gefahr im stehenden Auto: Wir kennen alle die Warnung vor hitzigen Autos im Sommer. Im Hochwinter gilt das Gegenteil: Ein Auto kühlt bei Minusgraden rasend schnell aus. Lasse deinen Hund bei Pausen niemals längere Zeit allein im kalten Fahrzeug zurück.
 * Sicherheit bei Glätte: Achte darauf, dass die Hundebox absolut rutschfest und sicher montiert ist. Bei winterlichen Straßenverhältnissen und abrupten Bremsmanövern auf Eis ist eine stabile Sicherung lebenswichtig.
2. Pfoten-Alarm: Eis, Schnee und Streusalz
Der Schnee macht Spaß, aber er kann für empfindliche Hundepfoten zur Tortur werden.
 * Der Schneeball-Effekt: Bei langhaarigen Hunden bilden sich zwischen den Zehen oft harte Eisklumpen. Das ist schmerzhaft und führt dazu, dass der Hund humpelt.
   * Tipp: Kürze das Fell zwischen den Ballen vorsichtig mit einer abgerundeten Schere.
 * Schutz vor Rissen: Kälte und Streusalz trocknen die Ballen aus und machen sie rissig. Ein guter Pfotenbalsam (vor dem Spaziergang aufgetragen) wirkt wie ein unsichtbarer Schutzschuh. Vaseline oder Melkfett tun es zur Not auch, ziehen aber langsamer ein.
 * Nach dem Spaziergang: Pfoten unbedingt mit lauwarmem Wasser abspülen, um Salzreste zu entfernen!
3. Die Kälte-Frage: Braucht mein Hund einen Mantel?
Früher oft belächelt, heute ein wichtiges Thema beim Tierschutz: Funktionskleidung. Im Hochwinter ist ein Mantel oft keine Modefrage, sondern Notwendigkeit.
Du solltest über einen Mantel oder Pullover nachdenken, wenn:
 * Dein Hund keine Unterwolle hat (z. B. Boxer, Viszla, Dobermann).
 * Dein Hund klein ist (durch die Bodennähe kühlt der Bauch schneller aus).
 * Dein Hund alt oder krank ist (Arthrose-Patienten brauchen Wärme im Rücken!).
 * Ihr lange Pausen macht. Solange der Hund rennt, hält er sich warm. Sobald ihr stehenbleibt, kriecht die Kälte in die Knochen.
> Wichtig: Ein guter Wintermantel muss nicht nur "süß" aussehen, er muss vor allem den Bauch bedecken und wasserabweisend sein. Ein vollgesogener Strickpulli kühlt den Hund mehr aus, als er wärmt.

4. Vorsicht vor der "Schneegastritis"
Viele Hunde lieben es, Schnee zu fressen oder Schneebälle zu fangen. Doch Vorsicht: Große Mengen an kaltem Schnee (oft noch verunreinigt durch Streusalz oder Schmutz) reizen die Magenschleimhaut extrem. Das Ergebnis ist die sogenannte Schneegastritis – mit Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Versuche, das Schneefressen zu unterbinden oder nimm Wasser in einer Thermosflasche mit, damit der Hund nicht aus Durst Schnee frisst.
Fazit: Gut vorbereitet macht der Winter Spaß
Mit der richtigen Vorbereitung – vom warmen Platz im Auto bis zur gepflegten Pfote – steht dem Abenteuer im Hochwinter nichts im Wege. Genießt die kalten Tage und die gemeinsame Zeit im Schnee!
Fahrt vorsichtig und kommt gesund wieder heim!
Euer Team von Muss & Dogs

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